Mangobier (DjuDju)

Die Mango Frucht stammt ursprünglich aus den tropischen Regenwäldern und wird heutzutage als Nutzpflanze weltweit angebaut. An den bis zu vierzig Meter hohen Mangobäume reifen die Früchte mit grün/rot/gelber Schale, kräftig orangem Fruchtfleisch und einem Gewicht bis maximal zwei Kilogramm.

Grundstoff des Mangobiers: Die Mango-FruchtIhr Geschmack und geruch ist als stark aromatisch mit einem süßlichen Duft zu beschreiben. Auch der tropische Gürtel von Afrika entlang der Elfenbeinküste bis Kenia ist inzwischen eines der größten Mangolieferanten. Grund genug, in dieser Region auch ein Bier aus den Früchten zu brauen.

Mangobier in Deutschland

Mangobier hat ein weniger süßes Aroma als z.B. das intensive Bananenbier, besticht aber dennoch - bzw. gerade deswegen - durch seinen eleganten exotischen Charme. In Deutschland gibt es das Mangobier z.Zt. nur von der Firma Dju Dju. Ob es sich bei der zweiten großen Brauerei für afrikanisches Bier, Mongozo, ebenfalls bald in der Produktpipeline befindet, ist noch nicht sicher. Das DjuDju Mango Bier zumindest ist in der 0,33 Liter Flasche (3,6% Alkohol) für rund 1,90 Euro.

Bananenbier

Wollte man das Bananenbier (afr.: „mbege“) selber brauen nach alter afrikanischer Tradition, würde man wie folgt vorgehen:

Bananenbier selber brauen

Man nehme zwei Erdlöcher von ca. 1m Durchmesser, lege das eine mit frischen Bananenbaumblättern aus und fülle dieses dann mit dem Brei einer überdurchschnittlich süßen und kleinen Bananensorte. Ist der Bananenbrei erst einmal zu einer festen Masse vergoren, wird er zusammen mit Amarantkörnern (fördern noch einmal den Prozess des Gärens) in die zweite Grube verlagert und muss dort weitere Tage vor sich hingären. Hat das Bier erst einmal die zweite Gärstufe erreicht, geschieht die finale Umfüllung: Suchen Sie sich einen holen Baumstamm in Ihrer Umgebung und lassen Sie den edlen Trunk bis zum Verzehr dort ruhen.

Bananenbier in der FlascheHeutzutage werden die Afrikaner das Bananen-Bier hauptsächlich für Festlichkeiten wie z.B. Hochzeiten oder Stammesfeiern selber brauen, gerne wird aufgrund der Einfachheit inzwischen jedoch auch auf das Flaschenbier der großen Brauereien zurückgegriffen.

Wer zu Hause das Bananen Bier selberbrauen will, hier die weniger aufwändige Version ohne Gruben und Baumstämmen: Man nehme

  • 2 Kilo Bananen (möglichst süße)
  • 4 Liter Wasser
  • etwas Bierhefe

Die Bananen im Mixer zu einem feinen Brei pürieren und mit dem Wasser mischen. Den Sud dann durch ein feines Leinentuch filtern (das hängenbleibende Püre noch einmal sorgfältig ausdrücken, daß am Ende nur noch trockener Brei im Tuch verbleibt). Dann die Hefe untermischen und für 2-3 Tage beiseite stellen zum Gären. Je nach Geschmack und Vorlieben beim Alkoholgehalt kann am Ende noch etwas Wasser hinzugefügt werden. Wir wünschen gutes Gelingen! :-)

Bananenbier kaufen

Echtes Bananenbier – nicht zu verwechseln mit Bananenweizen (Weizenbier mit Bananensaft) – gibt es inzwischen auch als Flaschenware in Afrikaläden oder Online-Händlern. Mit das gängigste ist zumindest in Deutschland das der Marke DjuDju. Das als süß und cremig charakterisierte „Banana“ ist für um die 1,90 Euro die Flasche (0,33 Liter) erhältlich.

Mobgozo BananaWeiterhin bekannt für die süßliche Geschmacksrichtung ist die Mongozo-Sparte der Brauerei Huyghe aus Holland. Seit 2001 wird dort nach einem alten Massai-Rezept das “Mongozo Banana” hergestellt und trägt erfreulicherwiese sogar das FairTrade-Siegel. Dieses garantiert, daß mehr als 50% der Zutaten von zertifizierten Bauern stammen und diese einen fairen Lohn für ihre Arbeit erhalten. Das Mongozo wird aus 69% Bananenpüre gewonnen und erziehlt letztendlich einen Alkoholgehalt von 4,8%.

So manch ein Hersteller spricht zudem seinen Sorten eine nicht zu unterschätzende Vodoo-Kraft zu. Ob diese wirklich klinisch nachgewiesen werden kann, ist fraglich. Fest steht aber, dass das Banana Beer neben dem Palmbier eine der zur Zeit interessantesten Sorten auf dem europäischen Braumarkt ist.

Palmbier, neuer Trend aus Afrika

Afrikanisches Bier ist voll im Trend! Nachdem die Brauereien in Afrika zuerst mit eher fruchtigen Sorten wie Mangobier oder Bananenbier mit ihrem sehr fruchtigen Aroma den deutschen Markt eroberten, setzt man nun zusätzlich auf die herbere Sorten, um auch den klassischen Biertrinker für den lebensfrohen Bierkult unseres südlichen Nachbarkontinents zu gewinnen.

Afrikanisches Palmbier von DjuDjuPalmbier in Flaschen

Ganz oben auf der Bestseller-Liste steht dabei das so genannte Palmbier. Afrikanisches Palmbier wird aus den Kernen des Palmbaumes gebraut und hat einen weitaus weniger fruchtigen Charakter, ohne dabei seinen Ursprung zu verleugnen. Angeboen wird die Geschmacksrichtung zum Beispiel zur Zeit von der afrikanischen Kultmarke DjuDju: Palms Starkbier in der 0,33L Flasche für 1,70 bis 2,00 Euro (je nach Region) die Flasche.

Das Pendant von Dju Dju kommt von der niederländischen Marke Mongozo und nennt sich “Palmnut”. Das bernsteinfarbige Gebräu wird als ölig und fruchtig trocken charakterisiert und kommt mit stolzen 7% Alkohol in der 0,33 Liter Flasche. Hinweis: Alle Biere von Mongozo tragen das Fair-Trade Siegel und unterstützen damit den fairen regionalen Anbau in diesem Falle in Afrika.

Ob und wie diese noch recht neue Sorte auf dem europäischen Markt Akzeptanz findet, wird sich in den nächsten Jahren zeigen. Fest steht jedoch, dass sich die afrikanischen Biere inzwischen gut auf dem deutschen Markt etablieren konnten und speziell in der alternativen Szene inzwischen einen festen Stammplatz haben.

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